God, AIDS, Africa & HOPE

Reflections / Gedanken

29.09.2009 Last things take long..

Thinking of wrapping up is one thing, doing it another. I never thought that the process of getting everything done can be so demanding. Yeap, it feels like it will never take an end – and that now suddenly the time is much too short to finish off in time. Tomorrow at midnight ends my assignment as chaplain, tomorrow at midnight starts at the same time my new assignment as priest with special duties… So the old one is still demanding, the new one is already demanding – and I am running in circles. That makes one tired – therefore only a brief blog entry – I need all sleep I can get.

But we have had a meeting of POZ HOPE Cape Town today, a group building up a support group for HIV positive clergy. An exciting meeting as all are keen to make a difference. I will definitely report back on that – a major concern in my new professional life. So watch the space and be prepared to take part in a new adventure. And as always – feel free to comment and add – that is the purpose of a blog.

And I wrote a farewell letter to my headquarters, telling almost each and every one of my fellow co-workers and direct superiors about my reflection towards their actions in the last year. Not everybody will be happy about it – but I like clear words – it is so important for the inner hygiene.. 🙂

Good night for now 🙂

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28.09.2009 last things to do..

2 days to go until change of portfolio: one wedding, one house mass, several meetings are still on.. work until the last hour… My final as the chaplain will be to be give thanks to our premier Helen Zille on Wednesday, who will speak at a luncheon of the Southern – African German Chamber of Commerce and Industry. I like that as a final point of duty.

And at midnight, the end of the 30.09. I will toast to the Community with a nice whiskey. 🙂

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37.09.2009 The priest of today – Article

Somebody send me an article about the role of the priest of today – unfortunately in German language. Nevertheless, who ever is German speaking should not miss out this great article from “Christ in der Gegenwart”. Otherwise use a translation programme to get it translated into your language:


Der Priester von heute  copyright: Christ in der Gegenwart 2009
Von Johannes Röser
Zum „Priesterjahr” der katholischen Kirche hat Papst Benedikt XVI. ein Schreiben an die Geistlichen verfasst. Es nimmt ausfĂĽhrlich Bezug auf Johannes Maria Vianney, den Pfarrer von Ars. Der Papst sagt ĂĽber ihn: „Er sprach vom Priestertum, als könne er die Größe der dem Geschöpf Mensch anvertrauten Gabe und Aufgabe einfach nicht fassen.” Und dann zitiert Benedikt XVI. ihn ausfĂĽhrlich:

„Oh, wie groĂź ist der Priester! … Wenn er sich selbst verstĂĽnde, wĂĽrde er sterben … Gott gehorcht ihm: Er spricht zwei Sätze aus, und auf sein Wort hin steigt der Herr vom Himmel herab und schlieĂźt sich in eine kleine Hostie ein … Ohne das Sakrament der Weihe hätten wir den Herrn nicht. Wer hat ihn da in den Tabernakel gesetzt? Der Priester. Wer hat Eure Seele beim ersten Eintritt in das Leben aufgenommen? Der Priester. Wer nährt sie, um ihr die Kraft zu geben, ihre Pilgerschaft zu vollenden? Der Priester. Wer wird sie darauf vorbereiten, vor Gott zu erscheinen, indem er sie zum letzten Mal im Blut Jesu Christi wäscht? Der Priester, immer der Priester. Und wenn diese Seele (durch die SĂĽnde) stirbt, wer wird sie auferwecken, wer wird ihr die Ruhe und den Frieden geben? Wieder der Priester … Nach Gott ist der Priester alles! … Erst im Himmel wird er sich selbst recht verstehen.”

Der Papst räumt zwar ein: „Diese Aussagen, die aus dem priesterlichen Herzen eines heiligen Priesters hervorgegangen sind, mögen ĂĽbertrieben erscheinen.” Doch sieht er darin „die auĂźerordentliche Achtung”, die Vianney „dem Sakrament des Priestertums entgegenbrachte”, offenbart. Allerdings wirken jene Passagen auf viele Gläubige befremdlich. Nicht wenige Priester äuĂźerten sich irritiert, ja entsetzt, welch streckenweise schamanistisch-magisch anmutendes Verständnis des Priestertums noch im dritten Jahrtausend als Vorbild hingestellt wird.

Dabei steht außer Frage: Der Priestermangel bedrängt das Christentum katholischer Prägung heftig, nicht nur in West­europa und Nordamerika. In dem Maße, in dem sich die Gläubigen selbst am Tag des Herrn immer seltener eucharistisch um den Tisch des Herrn versammeln, verstärkt sich der Verdacht, dass die Kirchenführung diese Verelendung ihres Kernlebens hinnimmt, weil sie Reformen scheut. So verabschieden sich viele Katholiken schleichend von ihrem mit den Orthodoxen geteilten sakramentalen Verständnis. Priesterlose Gottesdienste verstärken Tendenzen in Richtung einer katholischen Freikirche, bei allem Respekt für andere Wege des Kircheseins und der Christus-Nachfolge.

Einst ein sozialer Aufstieg

Wenn mehrere BistĂĽmer die Gläubigen nun zu einem dreiĂźigtägigen „Gebetsmarathon” fĂĽr geistliche Berufe aufrufen, wirkt das wie ein Offenbarungseid. Insgeheim wird damit den Laien unterstellt, an der Misere selbst schuld zu sein. Vielleicht weil man Gott doch nicht intensiv genug angefleht hat? Welches Verständnis von Gebet steckt eigentlich dahinter? Das alles lässt eher an das vergebliche MĂĽhen der Baalspriester auf dem Karmel und den Spott des von Gott gesandten Propheten Elija denken sowie an das Wort Jesu: „Wenn ihr betet, sollt ihr nicht plappern wie die Heiden, die meinen, sie werden nur erhört, wenn sie viele Worte machen. Macht es nicht wie sie; denn euer Vater weiĂź, was ihr braucht, noch ehe ihr ihn bittet.” Wissen das aber ebenso hinreichend die irdischen Väter oberster kirchlicher Leitung? Wie ernst nehmen sie das? Tatsächlich stellt sich vielen Gläubigen dabei doch eine ganz andere Frage: Wie weit reichen Einsicht und Mut der weltkirchlichen FĂĽhrung, zum Heil der Seelen Verantwortung zu ĂĽbernehmen fĂĽr die schlimmen selbstgemachten oder aus Bequemlichkeit, Nachlässigkeit oder Angst vor Veränderungen schlichtweg akzeptierten Versäumnisse in der Nachfolge der Apostel?

Dem Kirchenvolk ist infolge zunehmender Präsenz ostkirchlicher Geistlicher im Westen ja längst bewusst, dass es Alternativen gibt, etwa bei der Zölibatsfrage. Schließlich sind nicht nur bei den Orthodoxen, sondern in allen mit Rom verbundenen Ostkirchen die meisten Gemeindepriester verheiratet, ohne dass dies in irgendeiner Weise deren geistlicher Berufung und sakramentalen Vollmacht abträglich wäre. Im Gegenteil: Es ist eine große Beleidigung dieser Männer Gottes in unserer gemeinsamen katholischen Kirche, ständig so zu tun, als sei der lateinische Sonderweg der bessere.

Das Ganze wird aber auch in der lateinischen Teilkirche immer absurder. Niemand versteht mehr, wenn katholische Priester (west-)römischer Tradition allein deshalb, weil sie heiraten, in die evangelische oder altkatholische Kirche abwandern müssen, wenn sie ihren geistlichen Dienst weiter ausüben wollen, während umgekehrt evangelische und anglikanische Geistliche nach einem Übertritt in die römisch-katholische Kirche hier verheiratet priesterlich weiterwirken. Man muss es klar und deutlich sagen: Der lateinische Teil der katholischen Kirche ist in eine Glaubwürdigkeitsfalle getappt, aus der er ohne grundlegende Reformen nicht mehr herauskommt.

Dabei kommt verstärkend hinzu, dass man aus vielen seriösen Umfragen und Forschungsarbeiten weiß, dass es nicht nur unbedeutende Einzelfälle unter den Priestern sind, die trotz der Verpflichtung zur sexuellen Enthaltsamkeit geschlechtliche Beziehungen unterhalten. Die jeweiligen Pfarrgemeinden schweigen meistens darüber, obwohl die Doppelmoral ein Ärgernis ist. Umgekehrt ist festzuhalten: In Zeiten, in denen die heilige Ehe einem großen Teil der Bevölkerung inzwischen nichts mehr wert ist, wäre es ein bedeutendes kirchliches Signal für dieses größte natürliche Sakrament der Liebe Gottes zu den Menschen, wenn die Männer Gottes auch die eheliche Heiligkeit mit ihrer Frau vorleben würden.

Natürlich lösen solche Änderungen nicht die Glaubensprobleme. Manche neuen Schwierigkeiten kämen hinzu. Die Gotteskrise und die damit verbundene Krise des Sakramentalen haben viele weitere Gründe, wie der Blick allein schon auf die evangelischen Kirchen zeigt, die vieles haben, was Katholiken vermissen, aber in der Glaubenspraxis eher schlechter dran sind. Dennoch sollte man die Priesterfrage bei der Glaubensfrage nicht unterschätzen. Das Priestertum ist und bleibt ein Katalysator für Glaubensentwicklung und Glaubensreform.

Hat der „Kultpriester” ĂĽberhaupt noch Zukunft? Im Zeitalter einer tiefen Entmythologisierung ist es dringlich, sich dem offen zu stellen. In einer aktuellen soziologischen Studie, einer Doktorarbeit an der Technischen Universität Chemnitz – „Katholische Priester in der individualisierten Gesellschaft” (UVK Verlagsgesellschaft, Konstanz 2009) – weist Karsten Lenz darauf hin, dass man seit einem halben Jahrhundert einen gravierenden Bedeutungsverlust des Priestertums beobachten kann. Dieser geht einher mit einem Bedeutungsverlust der Religion ĂĽberhaupt. Andere und anderes erklären die Welt besser. FĂĽr Sozialarbeit gibt es FĂĽrsorge-Spezialisten, fĂĽr die Seelenarbeit Psychothera­peuten, fĂĽr Familien und Eheleute Beratungsexperten.?Aus dem Universalberuf Priester ist ein Sonderfall-Beruf geworden. Er wird angefordert fĂĽr gelegentliche Dienstleistung etwa im Kontext der Fami­lien­folklore, zur Stärkung des Familien­zusammenhalts bei LebensĂĽbergängen: Taufe, Erstkommunion, Firmung, EheschlieĂźung?… Da und dort soll der Priester Trauerarbeit unterstĂĽtzen, bei Katastrophen Notfallseelsorge leisten. Am Ende bleibt nicht viel mehr ĂĽbrig als ein wenig Sakramentenspendung und Feier der Eucharistie, fĂĽr die sich wiederum immer weniger Getaufte interessieren. Der Priester – ein Exot in Exotenwelten? Deshalb fĂĽr die Massenmedien von Fall zu Fall besonders unterhaltsam und beliebt, bestens tauglich fĂĽrs Kuriose, wie Fernsehserien belegen?

Die permanente RĂĽckwärtsbewegung und Reduzierung des priesterlichen Tätigkeitsfelds bei gleichzeitig sich aufblähendem Terminkalender-Sitzungs-Aktions-Katholizismus hat natĂĽrlich Einfluss auf die berufliche Motivation. AuĂźerdem ist das einst hohe öffentliche Ansehen der Priester nicht nur wegen einzelner moralischer Skandale gesunken. Der Priester ist schon lange nicht mehr HochwĂĽrden. Er ist auch nicht mehr der Stellvertreter Gottes mit Macht, vor dem man Respekt hat, weil er regelnd und ĂĽberwachend, notfalls mit der Hölle drohend, in viele Lebensbereiche eingreifen kann. Während ehemals der Priesterberuf Kindern aus GroĂźfamilien, bäuerlichen und handwerklichen Schichten oder dem Arbeitermilieu sozialen Aufstieg ermöglichte, hat die Bildungsexplosion der letzten Jahrhunderthälfte viele berufliche Chancen eröffnet. Lenz stellt fest: „In einer modernen, nicht mehr ständisch geordneten Gesellschaft ist man nicht mehr darauf angewiesen, Priester zu werden, um Begabungen zu verwirklichen.”

Beichtvater wird Seelentröster

Dazu kommt, dass der Gemeindepriester selbst bei seiner Kernkompetenz – Theologie und Religion – kein Monopol und keine Sonder-Autorität mehr beanspruchen kann. Häufig hat er nicht einmal einen Bildungsvorsprung vor interessierten Laien, spätestens seit das Theologiestudium fĂĽr alle geöffnet ist. Zudem können die meisten Seelsorgsaufgaben, abgesehen vom Vorstehen bei der Eucharistie sowie der Befähigung zu einzelnen Sakramentenspendungen, von Laien ĂĽbernommen werden.

Warum also wird man heute Priester? Der Soziologe stellt fest, dass ein Motiv in den Vordergrund tritt: Durchs Priestertum möchte der Einzelne fĂĽr sich selbst Sinn erfahren und anderen bei der Sinnfrage beistehen. Die „Sehnsucht nach Sinn” sei heute der alles bestimmende Grund bei der Berufswahl. Das aber heiĂźt: Priester wird man nicht mehr zuerst, um der Kirche zu dienen, um in ihr ein offizielles Amt auszuĂĽben und so – „verbeamtet” – die Sakramente zu verwalten. Das Amtliche tritt ganz zurĂĽck hinter dem Wunsch, individuell den einzelnen Menschen nahe zu sein. Entsprechend sehen sich die Priester heute eher als Lebensberater und Lebensbegleiter. Ihre Berufswahl hat sich individualisiert.

Besonders deutlich wird das beim Wandel des BuĂźsakraments. Es geht dabei immer weniger um SĂĽndenvergebung – Lossprechung – oder BuĂźe. Der Gedanke der Versöhnung tritt in die Mitte: Versöhnung jedoch nicht einmal mehr in erster Linie mit Gott, sondern des schuldig gewordenen Menschen mit sich, mit seinen Schwächen, seinem „Schatten”. Lenz: „Der Beichtende soll im Sinne der katholischen Kirche seine biografischen Probleme mit Hilfe der Kirche lösen und sie in seine jeweils eigene Biografie integrieren und somit auch verarbeiten?… Was Priester bei der Beichte erreichen wollen, ist keine Verurteilung des Beichtenden, sondern dass der Einzelne zu sich selbst steht, und zwar so, wie er ist, und dass er aus den Handlungen, die in ihm SchuldgefĂĽhle evozieren, seine Konsequenzen zieht, indem er sie eher in einen gesamtgesellschaftlichen als spezifisch katholischen Verhaltenscodex einbettet.” Der Priester wurde vom Beichtvater zum Seelentröster.

Entsprechend haben wir es im priesterlichen Selbstverständnis mit einer besonderen Art von „Entkirchlichung” zu tun. Der Priester versteht sich in der VerkĂĽndigung weniger als Lehrer oder als amtlich-institutionelles Sprachrohr einer alleinseligmachenden Wahrheit, die er weiterzutragen habe, ob gelegen oder ungelegen. Er ist zuerst Mit-Lernender und Zuhörer der ihm Anvertrauten. Das wirkt auf den ersten Blick sehr sympathisch, wirft aber Probleme auf. Wird der einstmals auf aktive MenschenfĂĽhrung ausgerichtete Beruf des Priesters, der umsichtig mitfĂĽhlend und entschieden leitend den Weg zu Gott weisen und dabei vorangehen soll, umgemĂĽnzt zu einer eher passiv „mitgehenden” oder gar hinterhergehenden Tätigkeit? Manchmal scheinen die „Hirten” in religiösen Dingen genauso unsicher und ratlos zu sein wie ihre „Schafe”. Man kann es bei Trauergottesdiensten nach Katastrophen wie Amokläufen, Attentaten, Unfällen, Erdbeben oder Tsunamis immer wieder beobachten. Die Geistlichen haben auf die groĂźe Warum-Frage nicht viel mehr zu sagen, als zu bestätigen, dass sie selber das auch nicht wirklich wissen. Lenz beobachtet: „Alle Befragten machten deutlich: Sie wollen explizit nicht auf den VerkĂĽndigungsgedanken verzichten; aber sie verstehen sich nicht als ‚Amtspersonen’, die verbindliche Wahrheiten verkĂĽnden. Vielmehr definieren sie sich, soweit sie dies explizit thematisieren, als eine Art ‚religiöser Berater’ oder ‚Begleiter'”.

Dabei zeigt sich beim Priesterberuf eine eigenartige Umkehr der Professionalisierung in weltlichen Berufen. Während man dort Spezialwissen und Führungskompetenz erwerben soll, ein Expertentum, das einen vom Laien abhebt, für die man Dienstleister ist, findet beim Priestertum eine Nivellierung statt, eine Angleichung an das, was jeder bei einigermaßen religiöser Bildung selbst wissen, ahnen, tun kann.

Das gibt zu denken, da Priester als Menschendiener ja Gottesdiener sein sollen, um mit Vollmacht und FeingefĂĽhl die Leute zu Gott zu bringen, auf Gott aufmerksam zu machen, Gott neu zu entdecken. Priester sollen die Menschen auf das Reich Gottes vorbereiten. In gewisser Weise sind sie so etwas wie Hebammen der Gottesgeburt im Menschen und beim Menschen. Sie nehmen dem Einzelnen das religiöse Gebären nicht ab, leiten ihn aber aufgrund besseren Wissens und tiefer Erfahrung an und greifen manchmal erleichternd ein, mitten im schmerzhaften Prozess. Priester sollen in diesem Sinne Hebammen des Religiösen sein, mit FĂĽhrungssinn und FĂĽhrungsverantwortung, aber ohne Besserwisserei, ohne den heute nur noch peinlichen sa­kral-magischen DĂĽnkel eines besonderen „Auserwählt­seins” und „Geweihtseins”, als ob die vielen weltlichen Berufungen des Menschen keine göttliche Dignität hätten.

Karl Rahners Vision 1961

Eine Neubesinnung darauf, dass der Priester in erster Linie Mann Gottes (vielleicht irgendwann auch bei Katholiken und Orthodoxen Frau Gottes) ist, könnte das Sa­kra­men­tale aus seinen historischen magisch-mythologischen EngfĂĽhrungen befreien und das Priestertum öffnen: zu einer neuen Art der sakramentalen Darstellung des göttlichen Mysteriums, fĂĽr eine Mystagogie, die im sakralen Geschehen die Materie unseres Daseins transparent werden lässt auf das göttliche Geistige hin. FĂĽr den eucharistischen Prozess heiĂźt das: Er soll eine neue sakramentale Erfahrung und Erkenntnis inspirieren, dass die heilige Seelenspeise und der heilige Himmelstrank uns bewegen auf eine heilige Kommunikation hin, eine heilige mystische Kommunion – Vereinigung – von Gott und Mensch. Das Sa­kramentale kann so wieder zum Vorgeschmack einer groĂźen priesterlichen VerheiĂźung werden, ĂĽber den Tod hinaus.

Wir brauchen also einen neuen und anderen Mut zum Priestertum, Mut vor allem zu seiner Reinigung und Reform. Beachtenswert ist, was Karl Rahner dazu bereits vor einem halben Jahrhundert, noch vor dem Zweiten Vatikanischen Konzil, weit vorausschauend sagte. Der Vortrag, den er 1961 bei Exerzitien hielt, ist in einem kleinen Bändchen unter dem Titel „Der Priester von heute” neu veröffentlicht (bei Herder, 2009). Unter anderem heiĂźt es:

„Der Priester von heute ist in einem besonderen MaĂź der Individualapostel im Massenzeitalter … Auch wenn wir … alle Positionen zu behaupten versuchen, die wir historisch ererbt haben, wenn wir die amtliche christliche Fassade einer Kultur und Zivilisation verteidigen, die weniger erfĂĽllt, als sie verheiĂźt, dann bleibt dennoch wahr: Wir mĂĽssen um jeden einzelnen Menschen kämpfen, mĂĽssen ihn innerhalb dieser Situation zu einem Christen zu machen versuchen, zu einem Menschen, der trotz dieses liberalen, atheistischen, skeptischen Milieus frohgemut glaubt … Der Priester wird immer der Hirte einer Herde sein und immer Vorsteher einer Gemeinde … Infolgedessen ist er der Apostel eines individuellen Schicksals – und wer den Mut hat, das zu sein, ist Priester …

In diesem Massenzeitalter … muss dann der Priester viel mehr als früher der Mystagoge einer personalen Frömmigkeit sein. Das eigentlich Spirituelle, im Gegensatz zur bloßen Verwaltung des bloß Sakramentalen und institutionell Gesellschaftlichen, gewinnt heute sicherlich im priesterlichen Leben an Bedeutung. Er kann nicht einfach die Herde weiden und die Einzelnen mitlaufen lassen. Das gibt es in einem immer geringeren Maß. Im Beichtstuhl, in der persönlichen Aussprache, in der Belehrung muss der Priester heute mehr denn je auf eine persönliche Frömmigkeit des Einzelnen als solches hinarbeiten … Dabei ist der Priester der Mittler, der in eine ganz persönliche Frömmigkeit Einweihende. Von da aus ergibt sich selbstverständlich, dass wir heute weniger als je zuvor Religionsbeamter, kirchlicher Funktionär eines kirchlichen Betriebes sein können …

Dieser unser Gott ist der Unbegreifliche, das Geheimnis, und nicht dasjenige, hinter das wir gekommen sind … Wir können im Letzten dem Menschen nur sagen: Knie mit mir zusammen nieder und bete den unbegreiflichen Gott an und glaube, dass er die ewige Liebe ist. Als solcher hat er sich uns in der Finsternis dieser Welt in Jesus Christus, dem Gekreuzigten, bezeugt …

Wir richten die Wahrheit Gottes aus und nicht die eigene gescheite Erfindung, aber bis die Wahrheit Gottes nun die vom Menschen ergriffene und zur Wirklichkeit seines Daseins gemachte ist, muss sie eine Synthese mit all der Problematik und all den ungelösten Fragen des Menschen im Allgemeinen und des Menschen von heute im Besonderen eingehen – und da gibt es dann tausend konkrete Dinge, die dem Priester niemand genau sagen kann, bei denen alle noch so klaren naturrechtlichen und anderen Prinzipien irgendwo ins Dunkle gehen …

Der Priester muss derjenige sein, der angstlos nach der neuen Sprache sucht. Das Christentum ist immer dasselbe und das Ă„lteste, das Selbstverständlichste und kann zugleich das unerhört Neue sein. Dennoch können wir nicht leugnen, dass die Sprache, in der wir das Christentum verkĂĽnden, … oft sehr altmodisch ist. DarĂĽber zu jammern, hat ebenso wenig Sinn, wie modische Einfälle zu haben, billige Mätzchen zu versuchen. Stattdessen sollten wir in uns selbst zurĂĽckfragen, sollten uns unseren eigenen Schwierigkeiten in all den Dingen des Glaubens unbefangen, angstlos, arglos stellen … Geben wir uns doch MĂĽhe, nicht einfach deswegen die alten Klischees weiterzugeben, weil sie durchaus richtig sind, weil sie vielleicht sogar in der Heiligen Schrift stehen, weil sie sogar in der amtlichen VerkĂĽndigung der Kirche so bis auf den heutigen Tag, bis in die Enzykliken und die Hirtenbriefe der Bischöfe hinein, gesagt werden. Geben wir uns damit nicht einfach zufrieden, sondern suchen wir, das Evangelium Jesu Christi so zu sprechen, dass es wirklich einigermaĂźen in unser eigenes Herz eindringt. Dann werden vielleicht auch manche andere es hören … Der heutige Priester muss ein Mensch des Wesentlichen im Religiösen sein.”

Der Priester von heute – das wäre Stoff nicht nur zur bereichernden Diskussion in Pfarrgemeinden und Priesterseminaren. Es wäre Stoff fĂĽr ein ganzes ökumenisches Konzil.

CIG 39/2009

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26.09.2009 It hits home….

Saturday evening, and slowly but surely it hits home: This very next morning, it will be the last Sunday service you are conducting as the chaplain of this German speaking community. Since days I can feel, that besides all happy ends and staying in the country and working in the fields of HIV and AIDS it is indeed work to get an emotional grip to that fact. For 12,5 years the Sunday service was always a fixed point to meet the people, to have a chat afterwards, to liaise with those, who attended every Sunday, to welcome the new ones, say farewell to the swallows before winter, joke with the kids and eat some cake or have a coffee.

I will simply miss it. And all supply services of this world will not bring me back that feeling of belonging to this bunch of so diverse people, unified only through their language. Communities abroad are indeed special, they are a melting pot for a whole range on opinions, longings, life designs and desires – it’s a vibe I never found in a German parish. This is said without any judgement.

I guess it will take time to re-adjust and find myself in the new position. And I decided that I take my time to mourn the loss of this community and that I take my time to absorb this farewell so that at the end, a wonderful kaleidoscope of memories will be part of my life. I can sense now how much I loved to be the chaplain, how much it was part of my life. Actually a good feeling, combined with the sadness of leaving…

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25.09.2009 Makwan. A letter from Paradise

On Facebook I am part of the cause: “save the iranian gays Hamzeh and Loghman from being executed
On the cause side one can see the youtube clip: Makwan, a letter from Paradise – which shows the hanging of a gay person in Iran and brings to live the life of a person who’s only guilt it was to love a man as a man. It is touching, shocking, moving, going to heart.  It is unbelievable that there are still countries where people are executed because of their sexual preference.  And religion is the cause for the death sentence.

I makes me aware of how powerful religion can be, that it can be a cause of life or death, a blessing or a curse for another person with a different ethical view and living condition. And it makes me so much more cautious about how I judge and talk about other people. Also in our Christian believe system is homosexuality intransic evil as I have read in one church paper. Working in the fields of HIV and AIDS, the gay issue is of course very often attached to it, specially when somebody is coming from Europe. Here in South Africa, the virus has no “gay” connotation, many women and heterosexual persons are infected. Nevertheless, when it comes to the history of the virus in the 80′, it was in the gay clubs of North America were the virus was prevalent and spread.

So sexual orientation is on the agenda again and again, when dealing with my portfolio. For me personally, I don’t think, that the sexual preference does not matter and I guess, that for God it also does not play a role – whether somebody has a good heart, develops his or her talents, is doing good, is a blessing for others – that might be rather criteria in his or her eyes. Well, I guess, even “his” or “her” means a limitation to God. But unfortunately our language needs a gender to express itself.  Having in the moment the big discussion about our South African female runner, it shows clearly how careful we should be with gender determination anyway.

Anyway, this film-clip about Makwan, yes, I would say Makwan has touched my heart and my soul this eve, and I will never ever forget what I have seen – and will be always in my mind, as a person, as a Christian, as a priest.

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